Religion

Das Fach Religion stellt sich vor:

Schon kleine Kinder stellen die großen Fragen des Lebens: „Woher kommt die Welt?“, „Wo sind die Toten?“ oder „Wie sieht es im Himmel aus?“
Später heißen die Fragen dann: „Was ist Sinn und Ziel meines Lebens?“, „Was ist der Weg zum wahren Glück?“, „Was ist gut und böse?“, „Woher kommt das Leid?“ oder„Existiert Gott?“
Bei der Suche nach Antworten treffen Kinder und Jugendliche auf Menschen mit unterschiedlichen religiösen oder weltanschaulichen Einstellungen und Lebensstilen.

Religion ist Teil unserer Lebenswelt. Auch wer in einer nicht-religiösen Familie aufwächst, begegnet im Alltag vielfältigen religiösen Symbolen, Gebäuden, Ritualen, Lebensweisen und Überzeugungen. Religion prägt unsere Gesellschaft und Kultur nicht weniger als Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft. Es ist nicht einfach, mit den großen Fragen des Lebens und der religiösen Vielfalt umzugehen.Wir alle kennen die zerstörerischen Folgen von Intoleranz und Fanatismus, aber auch von Gleichgültigkeit und Beliebigkeit. Deshalb ist es wichtig, dass die Schule Kindern und Jugendlichen einen verstehenden Zugang zu religiösen Weltdeutungen und Lebensweisen erschließt, ihnen hilft, einen eigenen Standpunkt zu religiösen Fragen zu entwickeln, und sie zu Toleranz und Dialogfähigkeit erzieht.
Vor allem in diesem Jahr wird es in Deutschland so viel um Religion gehen wie nur selten in den vergangenen Jahrzehnten: 500 Jahre Reformation, überall Luther, der Reformationstag plötzlich bundesweiter Feiertag. Wir haben eine Ausstellung zum Thema Luther gestaltet und einen Film mit einer 8. Klasse dazu gedreht.
Folgende Fotos sind dabei entstanden:

 

Nochmals kurz und knapp:

„Reli“ war vielleicht noch nie so wichtig wie heute – aus drei Gründen.
Erstens lernen Schüler die Welt zu verstehen.
Zweitens hilft „Reli“ den Schülern, sich selbst zu erkennen. Irgendwann stellt sich jeder Schüler die großen Fragen, die Fanta 4 in diesen Refrain packten: „Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her? Was ist der Sinn? Ist da noch mehr? Gibt’s da ’nen Tunnel? Ist da ein Licht? Ich weiß es nicht.“
Wer sich selbst kennt, kann sich selbst erkennen – und dann aufgeklärt und tolerant auf andere Religionen zugehen.
Drittens erfüllt sich durch „Reli“ der ganze Bildungsauftrag der Schule.
Es ist zu wenig, wenn Schulen nur Wissen vermitteln oder aufs Berufsleben vorbereiten. Ihr Auftrag ist auch: Herzensbildung.
Kann man sich eine herzensbildende Schule vorstellen, die religiös unmusikalisch ist? Eine Schule, in der Schüler Integralrechnung und die Merkmale von H₂SO₄ pauken, aber keinen Platz haben für Glauben, Zweifeln und Verzeihen, Irren und Ratlosigkeit?